8 Stunden um die Welt

Ich bin vielleicht aufgeregt. Marie hat mir versprochen, dass wir eine Weltreise machen, und es schaffen in nur 8 Stunden um die Welt zu reisen. Da kann sich Phileas Fogg aber mal ärgern. Der brauchte ja bekanntlich 80 Tage.

10 Uhr: Deutschland die Frisur hält
10.10 Uhr: Ankunft in Ägypten. Den Weg dahin habe ich mir dann doch Zeitintensiver vorgestellt.
Viel Zeit bleibt mir dennoch nicht. Von den beeindruckenden Pyramiden habe ich schon oft gehört. Die kommen mir dann aber doch ein Wenig klein vor. Und sind zudem noch aus Holz. Irgendwas stimmt da wohl nicht. Ich reise dann doch mal lieber weiter
10.20 Uhr: Ich erreiche Norwegen. Steige auch direkt in ein Boot zum Wildwasserrafting. Bin aber nicht einmal Nass geworden. Die Zeit drängt. Ab zum Flieger und die komfortable First Class Suite im A380 begutachten. Die Beinfreiheit ist schon bemerkenswert. So viel Platz ich habe bis ich überhaupt an das Ende des Sitzes komme.
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10.30 Uhr: China. Ich habe ja schon einige witzige Sachen gesehen. Aber ein Panda auf einem Motorrad war auch für mich was Neues.
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10.40 Uhr Ich bin auf dem Weg nach Costa Rica, als mich doch ein Pirat überfällt. Zum Glück waren seine Forderungen nur ein Bild mit ihm, welches ich bei Facebook posten sollte.
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10.50 Uhr Nachdem ich mich bei den Gitarrenklängen in Costa Rica ausgeruht habe, führt mich mein nächster Halt nach Russland. Mal an einer Matroschka horchen. Habe gehört, dass die ein Geheimnis im inneren haben.
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So hetzte ich den ganzen Tag von einem Land zum anderen. Wobei ich meine Reise mal auf der Weltkarte eingezeichnet habe. Effizient ist dann schon was anderes. Die weiteren Zwischenstopps an dem Tag waren Panama, Äthiopien, Tanzania, Brazilien, Littauen, Schweiz, Irland, Österreich, Zypern, Neapel und viele mehr.
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Das ist vielleicht eine Lauferei hier. So ein Tag strengt schon an, wenn man die ganze Welt bereisen möchte, und von einem Land zum anderen zu Fuß gehen muss. Hätte Marie mir ja morgens schon sagen können, dass wir die Welt nur auf der größten Reisemesse bereisen und da jedes Land zu Fuß erreichbar ist. Jetzt tun mir meine Pfoten doch weh, und ich bin froh, dass wir uns wieder ins Auto setzten und nach Hause fahren. Es hat aber dennoch neugierig auf mehr gemacht.
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Herzkissen

Heute ist es soweit. Marie näht mit mir Herzkissen. Sie ist im“Bad Berkaer Herzkissen Verein“. Das ist ein Verein der im Rahmen des „Heart Pillow Projekts“ Herzkissen näht und diese dann an Frauen verschenkt die an Brustkrebs erkrankt sind. Ganz wichtig ist das dafür von den Frauen kein Geld verlangt wird. Der Verein finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spendengeldern. Es wird ja immer Stoff benötigt und natürlich Füllmaterial.
Da kam der Stoffmarkt wie gelegen.
Jetzt sitze ich hier zwischen lauter Stoff und der Nähmaschine. Als erstes muss ich den Stoff zuschneiden Dafür gibt es praktisch eine Schablone. So eins und zwei und drei. Dann mal ausschneiden. Das ist schon anstrengender. Immer an der Linie entlang schneiden.
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Nachdem ich damit fertig bin, darf ich mich endlich an die Nähmaschine setzen. Wie das rattert. So entstehen nach und nach lauter Kissenhüllen. Jetzt muss ich die Hüllen auf rechts drehen. „Marie, die sind ja gar nicht kuschelig?“ Marie lacht und erklärt mir, dass ja noch die Füllung fehlt. Sie gibt mir einen großen Sack Füllwatte und ich muss sagen, ist das schön weich. Dann will ich mal die Kissen stopfen. Da passt einiges rein und es dauert eine Ecke bis man etwas sieht.
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So fertig. „Nein“ sagt Marie,“ die Kissen müssen noch zugenäht werden. Sonst fällt ja die Füllung wieder raus. Sie Zeigt mir wie  man eine unsichtbare Naht macht. Das ist gar nicht so einfach.
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Ja und dann sind sie fertig. Jetzt kann Marie die Kissen an ihre Patientinnen verteilen und damit etwas Mut und Hoffnung schenken. Zusätzlich dazu hat das Kissen auch den Praktischen Sinn, den Schmerz in der Achselgegend zu lindern.
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Naja und über Spenden freut sich der Verein immer, damit wir weiter fleißig nähen können und noch viele Betroffene eins bekommen können.

Stoffmarkt

Letztes Wochenende hat Marie mich gefragt, ob ich mit zum Deutsch-Holländischen Stoffmarkt möchte. Sowas hätte ich ihr gar nicht zugetraut. Zumal ich durch mein Stöbern im Internet schon mal was von „Holländischem Stoff“ gehört habe. Was ja auch immer in den Nachrichten mit den Coffeeshops war.
Neugierig wie ich nun mal bin, habe ich eingewilligt mitzukommen. Wobei mich schon wundert, warum so ein Markt mitten auf dem Domplatz in Erfurt ist.
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Auf dem Markt angekommen, stecke ich meine Nase direkt in den Stoff. Der liegt da Ballenweise rum. Weiss gar nicht was so schlimm daran sein soll. Marie sucht sich einige Stücke Stoff aus, die sie für ihre Herzkissen braucht. Am Ende haben wir eine ganze Tüte voll in verschiedenen Farben. Mal sehen wann Marie mit mir die Kissen zusammennähen möchte.